Die Krise der Global-Player

Das Abgleiten unseres menschlichen Daseins ins Unmenschliche eskaliert in beängstigender Geschwindigkeit. Wir Menschen können dem nur mit all unseren Fähigkeiten und den uns gegebenen Mitteln entgegenwirken, wenn wir uns sowohl der Ursachen dieses Verfalls als auch unserer Liebe zum Leben gewahr werden und dem entsprechend denken und handeln. Dazu möchte ich mit einigen Gedanken beitragen:

„Könnte jemand unsere Welt aus einiger Entfernung sehen, sehe er so viel Dummheit und Hass, dass er wahrscheinlich weinen würde. Wir tun so viel Seltsames und Dummes, Armseliges und Hassenswertes. Der eine jagt wilde Tiere und wird selbst zum Tier; der andere füttert Esel und Pferde, damit sie Lasten tragen, und verachtet Menschen, die Hungers sterben. Andere geben viel Geld aus, um riesige Häuser zu bauen, und tun nichts, um den Obdachlosen zu helfen. Manche suchen nur ihren Gewinn, andere geben ihr Geld nur für Ausschweifungen aus, und noch andere stehlen. In all diesen Exzessen und verbrecherischen Verhaltensweisen erkennen wir Menschen, die nur für sich selbst sorgen und keinen Gedanken an das verschwenden, was in dieser Welt am notwendigsten ist“,

(Johannes I. Chrystostomos, ein in den Jahren 347 bis 407, christlicher Gelehrter und Patriarch von Konstantinopel)

Die Welt ist oft schlecht und ungerecht. Nicht grundsätzlich, aber viel zu oft. Das erleben wir tagtäglich. Obwohl die Menschen einerseits durch tiefes, erkenntnistheoretisches Eindringen in das Weltgeschehen und durch das Erschließen weit reichender, praktischer Anwendungsmöglichkeiten ihres erworbenen Wissens und Könnens immer mehr in der Lage sind ihr Leben und ihre Umwelt zum immer Besseren hin zu kultivieren, gibt es andererseits immer noch und immer mehr von Menschen zu verantwortende, zerstörerisch beendende, zwischenmenschliche Konflikte. Vergleichbar mit zunehmend häufigen Naturkatastrophen. Es existiert das Schlechte und Ungerechte im Leben!

Grundlegende Ursachen sind der rasant steigende technische und wissenschaftliche Fortschritt und die soziale die Verelendung der Menschen. In unserer Gesellschaftsepoche der hoch entwickelten kapitalistischen Wirtschaft werden Menschen zwar existenzielle Güter zum Überleben und Wirken zur Verfügung gestellt, aber durch das brachiale Finanzsystem sind sie gezwungen  ihre Arbeitskraft weit unter Wert zu verkaufen. Einseitiger Nutzen dient bestimmter Gesellschaftsgruppen, aber unsinnig überflüssig und zerstörerisch für den Lohnabhängigen.

Der einzige Zweck des Erwirtschaftens ist der schnelle geldwerte Gewinn. Energieressourcen werden wahllos verbraucht, Materialen und Wirkstoffe verschwendet und gipfelt mit lückenhaften vermittelten Kenntnissen, Desinformation für die Manipulation und Machtausübung.

Nicht gebrauchte Menschen fallen weltweit gesehen entweder der Vernichtung und dem Siechtum anheim oder man versucht sie bestenfalls mit “Brot und Spielen”, also mit dem besagtem “Tropfen sozialen Öls” in der “Spaßgesellschaft” ruhig zu stellen. Nur ein sehr geringer Teil der Menschen kommen in den Genuss des bisher erreichten Fortschritts.

Unsere Welt wird immer mehr  von der allgemeinen Krise des Kapitalismus geprägt.Sie erscheint in vielen Varianten: Finanz- und Wirtschaftskrisen ( siehe Europa ). Kriege, daraus resultierend Flüchtlingskrise, Klimakrise etc.

Das auf Sand gebaute Kartenhaus der neoliberalen Global-Player fällt zusammen. Aggressives Gegeneinander ist Programm! Es geht um geostrategische Einflusssphären, um Rohstoffe, Energiequellen, Absatzmärkte und billige Arbeitskräfte endet immer mit Zerstörung und Krieg!

 

Frank Nöthlich