On the Duty of Civil Disobedience 2016

Sehr verehrtes Publikum, liebe Leser, liebe Freunde,

2015 war ein Jahr voller Halbwahrheiten, brachialer Lügen und Diskrepanzen. Ein Jahr der Absurditäten und Lächerlichkeiten in  Politk und Medien.  Ab 1914 haben gerade wir Deutschen erfahren, wie man durch Armut und fehlender Perspektive für unsere Kinder , nach Führung strebt. Religion und Politik waren schon immer der Schierlingsbecher unserer Zeit. Die Welt scheint nun aus Heckler & Koch , Lüke und Ortmeier Verbund oder aus  Perazzi, Sabatti oder Korth zu bestehen. Parteispenden und  gerade die  verdeckten bestätigen das – die wirtschaftlichste Variante unserer Führungsriege . An den Börsen werden existenzielle Güter gehandelt und bei Verlust auf Kosten der Wehrlosen vernichtet. Wir befinden uns im Krieg an allen Fronten, wir akzeptieren Bilder von toten und verstümmelten Kindern gleich der täglichen Bildzeitung, ohne zu hinterfragen. Wir werden mit pseudointellektuellem Geschwafel zugemüllt und bei perfekter rhetorischer Zurschaustellung glauben wir;  unser soziales Empfinden unterliegt dem Nudging.  Man möchte uns Unsicherheit und Angst einprägen, damit  wären wir leicht zu führen.

Für mich war dieses Jahr richtungsweisend. Zum Beispiel hatten wir  in Berlin am 10.10 2015 eine Demonstration gegen eine Unternehmung, die mit Diktatur gleichzusetzen ist. Laut inoffiziellen Angaben waren es weit über 300.000 Menschen. Mit nur einem Satz in der Tagesschau wurde diese Demonstration in den Medien abgehandelt. Wir beobachteten kürzlich die inhaltslose Rede unserer Bundeskanzlerin;  wir lasen das Pariser Abkommen, das mehr einem mafiösen Vertrag gleicht, als dem seriösen Bestreben der Erde Elend zu beenden. Die Rechtspopulisten bekommen die Sympathie des Volkes und das nicht nur in Frankreich. Unsere Kinder werden mit der perfidesten Schönfärberei vom Verteidigungsministerium per Post rekrutiert. In unserem Land hungern Kinder und Alte verwahrlosen in Ghettos abseits jeder menschlichen Würde, damit man ihnen noch  das letzte bisschen  Humankaptial  auspressen kann. Die Liste könnte ich unendlich erweitern,  es wäre unerträglich vernichtend.

Also was  bleibt für das neue Jahr? Es bleibt vor allen Dingen unser Bestreben diesem politischen Moloch die Stirn zu bieten und das mit aller Vehemenz. Es gibt viele Beispiele, die ich immer wieder auf meiner Facebook-Seite poste. Es gibt Menschen, die hervorragende politische Arbeit leisten, ob im Landtag oder auf Bundesebene und weit über Landesgrenzen hinaus . Es gibt Künstler , die  gegen den faschistischen Wahnsinn angehen, fast daran zerbrochen sind und doch unaufhörlich hörbar warnend  erklären. Und es gibt vor allen Dingen die Menschen die unerkannt bleiben und ohne Wenn und Aber sich gegen das System stellen und ihren Unmut  äußern – trotz der damit verbundenen Repressalien. All diese verdienen unseren größten Respekt, denn sie können Solidarität noch buchstabieren.

Abschließend möchte ich nicht versäumen mich bei meinen Kollegen vom Freitag und der TAZ zu bedanken, vor allem für ihr Verständnis, dass ich  keiner Restriktion unterliegen möchte. Bedanken möchte ich mich auch bei meinen Freunden , die ich in sozialen Netzwerken  oder auch persönlich kennengelernt habe. Ich bedanke mich für Visionen , Inspirationen und vor allem für kontrovers geführte Diskussionen, denn diese entbehren niemals der Wahrheit. Ganz besonderen Dank gilt denen, die mich Bescheidenheit lehren und Mitgefühl zu leben. Danke!

Abschließend wünsche ich allen eine besinnliche Weihnachtszeit und Frieden und sinnvollen Kampfgeist für 2016. Lasst Euch nicht zerbrechen!

Mit den besten Wünschen für das neue Jahr,

Petra Becker